FSC Möve Obernau

 Außenlandung mit Osterfeuer und netten Leuten


 Christoph berichtet, etwas verspätet, von einem schönen Erlebnis:

 Am Ostermontag, den 13.!! beschlossen Thomas und ich mal wieder einen Streckenflug von Obernau aus, zusammen zu machen.
 Gesagt getan, Wetter war gut vorhergesagt.
 Ich tankte die LS4 voll Wasser, damit ich nicht ganz chancenlos beim Gleiten gegen Thomas mit der LS 8 war.

 In Obernau war es schwierig, mit der ersten Thermik wegzukommen.
 Nach einer halben Stunde schafften wir es endlich hinter dem Pfaffenberg Anschluss zu finden, und los ging der Ritt.
 Zunächst Richtung Thüringer Wald über die Rhön, dann den Rennsteig entlang und weiter bis kurz vor Bayreuth.
 Über Kulmbach funkten wir den Platz an und sprachen sogar kurz mit Norbert Vogel.
 Bis zu diesem Zeitpunkt lief es sehr gut, und die LS4 war mit dem vielen Wasser wie eine Rennsemmel, der LS8 nicht unterlegen.
 Wir beschlossen östlich an Nürnberg vorbei und südlich am Luftraum entlang wieder nach Hause zu fliegen!

 Die Wolken wurden zu diesem Zeitpunkt immer weniger. Ganz entfernt im Steigerwald konnte man die nächsten Wolken sehen.
 Also beschlossen wir kurz vor dem Großen Brombachsee ganz hoch zu machen.
 Thomas war ein wenig tiefer, und ich beschloss, ohne den Bart auszureizen in 2000m abzufliegen,
 da einige kleinere Wolken auf Kurs weiter aufbauten. Es war auch schon 18 Uhr.
 Bis ich an den Wolken war, lösten diese sich auf. Thomas teilte ich dies über Funk mit.
 Er machte an der letzten Wolke ganz hoch und wählte einen nördlicheren Flugweg,
 durch den er an den Wolken Richtung Steigerwald wieder Anschluss fand und schließlich um 20 Uhr in Obernau landete.

 Ich fand mich gegen 18.30 auf einem Acker nähe Feuchtwangen wieder.
 Frisch eingesät und riesengroß stellte sich der trockene Acker als perfektes Landefeld heraus.
 300 Meter weiter begann eine kleine Ortschaft. Nach einiger Zeit kam ein junges Paar mit Hund vorbei und erkundigte sich.
 Ganz nette Leute. Sie wohnten am Ortsrand und sahen die Landung. Er fuhr kurz nach Hause und kam mit 2 kühlen Bierchen wieder.
 
 Dann redeten wir einige Zeit über den Flug, und wie das jetzt weitergeht.
 Zwischenzeitlich hatte ich mit Thomas gesprochen, der von Obernau losfuhr, um mich zu holen.
 Doch ich hatte noch ziemlich viel Zeit bis er eintreffen sollte.
 Zusammen mit dem Paar sind wir zur Scheune seines Vaters und haben den Traktor geholt,
 um den Flieger aus dem Acker an den Rand der Straße auf eine Wiese zu ziehen.
 Doch beim Anhängen stellten wir fest, dass die Kupplung des Traktors zu hoch angebracht war und wir den Flieger verkratzen würden.
 Genau zu diesem Zeitpunkt kam jemand mit einem Quad auf dem Acker vorbei.
 Mit dem versuchten wir es dann. Er hatte sichtlichen Spaß dabei, doch mit dem Lenken etwas Schwierigkeiten,
 da auf der Vorderachse keine Last mehr war.

 In der Zwischenzeit fanden sich immer mehr Leute aus dem 600 Seelendorf Elbersroth auf dem Acker ein.
 Nachdem wir den Flieger an den Rand gestellt hatten, bekam ich von den netten Einwohnern eine komplette Dorfführung
 und Geschichten zur Entstehung, dem Kräuterpfarrer der dort lebte, usw. erzählt.

 Das war wirklich interessant. Danach gingen wir auf einen kleinen Hügel, auf dem das ganze Dorf zum Osterfeuer versammelt war!
 Wahnsinn dachte ich, das kann doch jetzt alles gar nicht wahr sein.
 Am Osterfeuer verbrachte ich schöne 2 Stunden in netter Gesellschaft. Thomas trudelte gegen 22.30 auf dem Acker ein.
 Zwei Bauern kamen mit ihren Riesentraktoren und leuchteten alles aus, damit wir gut abbauen konnten.
 Am Ende bedankte ich mich bei Allen und freute mich wieder über eine tolle Erfahrung.
 Habe zwar schon viele Außenlandungen gemacht, aber so etwas hab ich noch nicht erlebt.

 Gegen 1.30 fuhren wir wieder auf dem Obernauer Parkplatz ein.
 An dieser Stelle auch nochmal Dankeschön an Thomas, denn schließlich mussten wir Beide am nächsten Tag wieder arbeiten.

 Eine Woche nach diesem Event rief mich einer der Elbersrother an und meinte,
 dass sie ein Außenlanderevival-Treffen in Elbersroth organisieren wollen.
 Ich war völlig überrascht und sagte spontan für den 20. Juni zu. Kai, Katha und David waren mit dabei.
 Am 20.Juni ging’s dann schließlich auf die A3 und ab nach Elbersroth. Dort angekommen, wurden wir sehr herzlich empfangen.
 Der Abend begann mit Grillen auf der Terrasse des Schützenhauses.
 Die Frauen hatten Salate gemacht, der Dorfmetzger hatte allerhand zur Auswahl.
 Besonders begeistert waren wir von den würzigen Würstchen, aber auch an Steaks und Bauchfleisch fehlte es nicht.
 Insgesamt waren ca. 20 Leute anwesend.
 Nachdem Grillen wurden führte uns der Wirt durch das Schützenhaus erklärte uns alles. Wir durften sogar selbst an die Gewehre! ;-)
 Hier zeigte sich, wer gedient hatte und wer nicht!;-) Naja vielleicht nicht ganz.
 David steckte uns alle in die Tasche, da er selbst bei der kleinen Scheibe ins Schwarze traf.
 Ich hatte sogar mit der größeren Scheibe meine Probleme.
 Auf jeden Fall war es ein großer Spaß für Alle. In geselliger Runde ging es im Schützenhaus bis spät in die Nacht weiter.

 Der Kicker war auch hoch frequentiert.

 Nachdem wir gut ausgeschlafen hatten, wurde uns noch ein Frühstück vom Feinsten kredenzt.

 Nach der Verabschiedung ging es wieder auf den nach Hauseweg.

 Wir sind uns alle einig. Elbersroth ist eine Außenlandung wert!!
 Ich werde die Koordinaten in die Logger programmieren. ;-)

 Vielen Dank nochmal an alle Elbersrother und hoffentlich bis zum nächsten Treffen!

 
Euer Christoph