FSC Möve Obernau

Flugplatzbierbrauen am 15. 3. 2008

Obwohl für 13 Uhr angekündigt, baute Toni Stahl bereits um 11 Uhr seine zahlreichen Utensilien im und vor dem Clubheim auf.
Bereits jetzt konnten die ersten Interessierten den Ansatz der Maische beobachten und erfuhren,
dass der Kochprozess runde vier Stunden in Anspruch nehmen würde.
Vor wenigen, dafür aber um so aufmerksameren Zuhörern begann Toni gegen 13 Uhr
mit seinem äusserst lehrreichen und interessanten Vortrag.

Anhand einer abwechslungsreichen Powerpoint - Präsentation erklärte er,
wie wichtig die Auswahl des Brauwassers für ein gutes Bier ist
und welche Werte dabei eingehalten werden müssen.
Im weiteren Verlauf erfuhren die Zuhörer viele interessante Details
über die Geschichte des Bieres, Getreide, Malz und Hopfensorten,
während direkt neben ihnen die Maische langsam immer heisser gekocht wurde.

Auch für Laien gut verständlich verdeutlichte Toni,
wie wichtig das Einhalten bestimmter Temperaturen und Zeiten
beim Kochen der Maische ist,
da dabei aus der Stärke des Malzes bestimmte Zuckersorten entstehen
und diese bei der Vergärung mit den verschiedenen Brauhefen
von entscheidender Bedeutung für Art und Qualität des Bieres sind.

Nach dem Filtrieren der Maische wurde der gewonnene Sud mit Hopfen versetzt,
aufgekocht, wieder abgekühlt und zum Schluss mit Hefe geimpft.
 Währenddessen wusste Toni zu jedem einzelnen Schritt interessante Informationen und Details zu vermitteln.
Dazu gehörte auch, dass die Teilnehmer aktiv werden durften.
Es wurde gerührt, Temperatur und Stammwürze gemessen, Maische, Treber und Hopfen gerochen und geschmeckt.

Da es im Clubheim tatsächlich wie in einer Brauerei roch, bekamen die Teilnehmer einen rechten „Bierdurst“
und machten von der mitgebrachten Kostprobe, die Toni vier Wochen vorher gebraut hatte, regen Gebrauch.
Unser eigenes Flugplatzbier können wir leider erst in einigen Wochen, nach Abschluss des Gärprozesses probieren. 
Der Geschmack von Tonis Kostprobe lässt nach einhelliger Meinung auf ein exzellentes Bier hoffen!

Es wurde aber nicht nur Bier gebraut. Nach Wochen nicht fliegbaren Wetters war es ausgerechnet diesen Samstag schön
und der Platz trocken genug (die ASK13 musste mit einem Wasserschlauch gereinigt werden) um Flugbetrieb zu machen.
Die Teilnehmer des Bierbrauens jedoch, mussten auch beim Flugbetrieb ihrer Rolle als Zuschauer gerecht bleiben,
da sie sich ja bereits bei der Verkostung des Gerstensaftes selbst neutralisiert hatten!

Herzlichen Dank an Toni Stahl,
der uns durch sein fundiertes Wissen und mit viel Mühe einen angenehmen und interessanten Tag beschert hat!

Alex

Nachtrag:
Nach einer Reifezeit von vier Wochen wurde Mitte April der Gerstensaft ausgeschenkt.
          Allen hat das Produkt hervorragend geschmeckt!