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In diesem Jahr fiel die Wahl als „Austragungsort“ für das Pfingstfluglager der Obernauer Möven auf Dobenreuth. Die Anreise erfolgte, wie wir es ja schon aus den letzten Jahren gewohnt sind, bei schlechtem Wetter. Aber das tat der guten Stimmung keinen Abbruch. So blieb erst einmal Zeit, sich einigermaßen einzurichten und sich gegenseitig ein wenig zu beschnuppern.
Nachdem am nächsten Tag, unterbrochen von diversen Schauern, auch der letzte Flieger aufgerüstet war, ging es nach einem kurzen Briefing an die zahlreichen Einweisungsstarts. Diese erschienen aufgrund der „spannenden“ Platzgegebenheiten auch mehr als sinnvoll. Bei der Auswahl des Platzes hat man in Dobenreuth wirklich an nichts gespart. Eine stark ansteigende / abfallende Bahn mit dem einen oder anderen versteckten Buckelchen, und auch an einen quer über die Bahn verlaufenden Weg hat man gedacht. Klar im Vorteil war auch, wer die genaue Position der so genannten „Biergrenze“ kannte. Das Überrollen derselben konnte ein teurer Spaß werden! Dank dem Dobenreuther Haushang „Walbala“ und dem günstigen Wind waren an diesem Tag auch längere Flüge ohne Thermik bei geschlossener Wolkendecke möglich.
Die Dobenreuther hatten sich im Übrigen sehr gut auf uns vorbereitet  (soweit man sich eben auf uns vorbereiten kann): Nein, sie haben weder Flugzeuge noch Vereinsmitglieder evakuiert, sondern neben einem ausgeklügelten (und abwechslungsreichen) Essensplan für die komplette Woche auch ein Schlechtwetterprogramm zusammengestellt, von dem wir allerdings nur einmal Gebrauch machen mussten. Da am Dienstag der Regen kein Ende nehmen wollte, ging es nach Herzogenaurach ins Erlebnisbad.
Auch an der regionalen fränkischen Küche kamen wir nicht vorbei. Am Mittwochabend fand eine Wanderung in eine typisch fränkische Dorfkneipe statt. Die Spezialität „Schniggsalla“ (= Kuhmagen) fand allerdings nur mäßigen Anklang.
An den restlichen Tagen wurden die Obernauer Flieger ausgiebigst genutzt bei zahlreichen Winden- und Flugzeugschlepps, Platzrunden, Streckenflügen und einem Freiflug. So kam wirklich jeder Fluglagerteilnehmer flugtechnisch voll auf seine Kosten. Doch nicht nur fliegerisch wurde jeder Einzelne gefordert. Durch die lange Regenphase hatten wir anfangs gegen einen sehr tiefen Platz zu kämpfen. Das Schieben der Flieger artete fast schon in Kraftsport aus und abends wusste jeder Einzelne von uns, was er den Tag über getan hatte.
   
Zum Abschluss dieser viel zu kurzen Woche, die unter dem Motto „Wo wir hinkommen, wächst kein Gras mehr“ lief, haben wir uns bei unseren Gastgebern mit einem kleinen Grillfest bedankt.
  
Vielen Dank noch einmal an die Dobenreuther für diese super Woche! Daran werden wir bestimmt noch lange zurückdenken!
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