FSC Möve Obernau

Fliegen am längsten Tag


 Werner Schuck berichtet:

 Leicht verspätet, am Samstag. den 24. 6. 2006, stand das

     Fliegen am längsten Tag des Jahres

 im Altenbachtal auf dem Programm.
 Voller Erwartung kletterten Yvonne und ich um 3:00 Uhr aus dem Bett,
 um nach kurzem Frühstück um 4:00 Uhr auf dem Flugplatz zu sein.
 Schließlich mußten die Flugzeuge ausgeräumt, geprüft und startbereit gemacht werden.
 Tatsächlich war alles noch dunkel, die Checks erfolgten unter dem Hallenflutlicht mit Hilfe von Taschenlampen.
 Allerdings waren wir sehr "unter uns", denn als weiterer Pilot war nur noch Thomas Krausert erschienen,
 der sich zusammen mit Clemens Zahn für den Rotax-Motorsegler entschied,
 während Yvonne und ich den Flug mit unserem Super-Korff-Grob 109 planten.

 Nachdem Clemens Zahn den Bodendienst übernahm, konnten wir tatsächlich rechtzeitig vor Sonnenaufgang starten,
 Thomas ziemlich genau 30 Minuten vorher, wir wenige Minuten später.

 Es zeigten sich auch für mich beeindruckende Bilder, als wir in 500 m Höhe über Aschaffenburg flogen,
 es unten noch wirklich dunkel war, Lichter und Straßenbeleuchtung schimmerten und auf den Straßen kaum etwas los war.

 Wir flogen über Johannesberg Richtung Osten, der aufgehenden Sonne entgegen,
 die sich aber am Horizont nur ganz schwach abzeichnete.

 Es dauerte nicht lange und wir waren über Gelnhausen, obwohl wir eigentlich Richtung Schweinfurt fliegen wollten.
 Wie ich später am Boden von Thomas erfuhr, war auch er erstaunt,
 dass die Sonne nicht wirklich im Osten über den Horizont kam, sondern deutlich im Nordosten.

 Nach und nach kam dann tatsächlich ein rot glühender Ball hinter den Rhönbergen hervor,
 während wir über den tief dunklen Spessart flogen, nunmehr Richtung Gemünden.


 
 Auch dort konnten wir an vielen Stellen noch Johannisfeuer entdecken,
 die von der Nacht zuvor glühten und mit einer Rauchfahne anzeigten, wo heftig gefeiert worden war.

 So früh morgens mit dem Motorsegler der Sonne entgegengeflogen zu sein,
 war auch für mich nach einem viertel Jahrhundert der Fliegerei neu, aber absolut beeindruckend.

 Der Vorsatz steht, im nächsten Jahre erneut bei Sonnenaufgang zu starten, dann vielleicht im Segelflugzeug.
 Allerdings würde ich mir wünschen, dass die Beteiligung im Verein im nächsten Jahr stärker ausfällt,
 damit möglichst mehrere Flugzeuge nacheinander in den Sonnenaufgang geschleppt werden können.
 Hier spreche ich insbesondere Flugschüler an, die in diesem Jahre wohl noch zu müde zum Aufstehen waren.