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”Das ist eine Katastrophe!” war am Samstag zu Beginn des Flugplatzfestes “Zu Gast bei den Segelfliegern in Obernau” ein gern zitierter Satz. Und wirklich sah es alles andere als rosig aus. Kurz nachdem die ersten Gäste Platz genommen hatten, kamen erste Schauer aus dem Wolken verhangenen Himmel und dämpften alle Hoffnungen derjenigen, die der leider zutreffenden Wettervorhersage nicht glauben wollten.
Im Verlauf des Nachmittages strömten dann zwar einige Dutzend Gäste auf das Festgelände und suchten Schutz unter den gut platzierten großen Sonnenschirmen, die auch als Regenschutz eine gute Figur abgaben. Doch als dann die Schauer aufhörten und in einen gleichmäßigen Dauerregen übergingen war klar, dass der Fest - Samstag gründlich ins Wasser gefallen war.
Die Wetterprognosen für den kommenden Sonntag und der Verlauf der Nacht mit sintflut-artigen Regenfällen trugen nicht unbedingt zur Verbesserung der allgemeinen Stimmung bei. Doch als morgens um 8 Uhr der Wecker klingelte zeigte sich ein schöner blauer Morgenhimmel mit nur geringen Anzeichen schlechten Wetters. Beim gemeinsamen Frühstück auf dem Festgelände war die Stimmung gut und besserte sich immer mehr, als nicht nur die Anzahl der Wolken am Himmel geringer, sondern auch die der Gäste immer größer wurde.
Die Obernauer Melomania hatte bereits um halb elf mit dem traditionellen Fliegermarsch den Frühschoppen eröffnet und spielte bis mittags um eins wirklich gut auf. Den Gästen schien es zu gefallen, an den Grills bildeten sich erste Schlangen und auch die Bedienungen hatten überraschend viel zu tun. Dieter Steffen moderierte derweil in bekannt souveräner und unterhaltsamer Manier den Flugbetrieb, bei dem vor allem tolle Model - Vorführungen und die Kunstflug - Einlagen von Christoph Zahn in seinem Habicht auffielen.
Im Verlauf des Sonntag-Nachmittags konnte dann endlich “volle Hütte” gemeldet werden, unseren jungen Vorständen Marc Schlürmann und Thomas Krausert wichen sichtbar die Sorgenfalten aus der Stirn. Ab 17 Uhr begann die Melomania wieder zu spielen, die Stimmung war großartig, emsig wurde an allen Ständen gearbeitet und geschuftet. Alles klappte nahezu reibungslos, man merkte allerorten, daß die Mövinnen und Möven ein eingespieltes Fest-Team sind, das auch die zahlreichen Neulinge gut und nahtlos integrieren konnte.
Leider begannen sich gegen Abend aber wieder graue Wolken unheilschwanger am westlichen Himmel zu zeigen. Um 19 Uhr 30 war es mit dem guten Wetter vorbei, mehrere Schauer sorgten für leere Plätze im Freien und eine gut gefüllte Halle. Immer mehr Gäste hatten jedoch die Lust am Feiern verloren und gingen heim, gegen 22 Uhr war die Halle leer und der Fest - Sonntag gelaufen.
Wer am Montag früh auf ein ähnlich verheißungsvolles Aufsteh - Wetter wie am Sonntag gehofft hatte, wurde sehr enttäuscht. Wolken und einzelne Schauer ließen für den letzten Tag des Festes nichts Gutes erahnen. Das gemeinsame Frühstück fand in der Halle statt (habe ich noch nie zuvor erlebt), was allerdings der guten Stimmung im Team keinen Abbruch tat. Die ersten Hähnchen waren gesteckt, drehten sich in der wohligen Wärme des Grills und warteten gemeinsam mit den Haxen auf die ersten Gäste zum Mittagstisch.
Und nicht nur die Gäste kamen, auch die Sonne zeigte sich zur Erleichterung aller immer öfter am Firmament und ließ Hoffnung für einen gelungenen Festabschluss aufkeimen. Bereits mittags war das Festgelände recht gut besucht, allerdings hielt sich der Andrang der Seniorinnen und Senioren am Nachmittag in Grenzen. Im Verlauf des Tages wurde es jedoch dann wieder richtig schön voll, bei gutem Wetter und etwas böigem Wind ließen es sich unsere Gäste richtig gut gehen.
Doch leider beendete auch diesmal wieder das Wetter die gute Stimmung. Bereits gegen 18:30 begann es zu regnen, zwar nicht lange und auch nicht sehr intensiv, es reichte aber viele Gäste vom Freigelände in die Halle und andere auch nach Hause zu treiben. Trotzdem war bis gegen 21:30 noch einiges los, bevor die letzten Gäste das Fest verließen und sich die Vereinsmitglieder mit Angehörigen und Freunden in der Kaffee-Bar zum gemütlichen Festausklang trafen.
Insgesamt war das Fest im Vergleich zu den Jahren 2001 und 2002 nicht sehr berauschend, allerdings übertraf es doch alle Erwartungen, die aufgrund der Wettervorhersagen am Samstag noch sehr viel pessimistischer ausgefallen waren. Die Festmannschaft war jedenfalls wieder gut in Form, vor allem den vielen passiven Mitgliedern und Familienangehörigen gebührt größtes Lob und herzlichen Dank für ihren tollen Einsatz.
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