FSC Möve Obernau

Open Airport 2008 Luftfahrtverein Grünstadt e. V. am 29. 6. 2008

Das ist der Bericht von Roland:
Wer kann das denn sein, der mich Sonntag morgens um 7:30 Uhr durch einen Anruf aus dem Bett wirft? Manfred!
„Hey Roland – wir hätten einen Platz frei in unserer Ka2 und wollen im F-Schlepp nach Grünstadt zur Oldtimer - Veranstaltung“.
Nachdem meine Frau auf ihr „Garten - Event“ verzichtet hat, traf ich mich mit Manfred und Thomas Voit auf unserem Flugplatz.

Thomas hatte bereits die „BA“ (G109) von Mainbullau geholt und mit Manfred, Andrea und Fietje die Ka2 ausgeräumt.
Nach kurzem Hallo brachten wir die Ka2 an die Ostseite des Platzes.

Manfred fliegt die Schleppmaschine, Thomas in der Ka2 vorn und ich hinten.
Um 7:33 UTC hob der Schleppzug weit vor dem Halbreiter ab.
Der F - Schlepp verlief ruhig und ohne Probleme.
Zwischendurch spielten wir „Wasserski“
und flogen versetzt hinter der G109,
so dass wir noch ein schönes Bild machen konnten. 

Kurz vor Grünstadt klinkten wir aus, wechselten die Frequenz und konnten sofort Kontakt mit der Flugleitung herstellen.
Manfred hatte Probleme mit dem Funk und konnte die Verbindung erst im Anflug auf den Platz aufbauen.
Landebahn 18 wurde ihm zugeteilt. Durch das Problem mit dem Funk und der entsprechenden Ablenkung fliegt Manfred
gemäss Windsack und Lande-T bis in das Endteil der 36, meldet sich 18 und wird darauf hingewiesen,
dass er im Endteil 36 und nicht 18 ist. Er bietet an, durchzustarten, erhält jedoch kurzfristig Landegenehmigung auf die 36,
weil ja auch sonst kein Verkehr gemeldet ist.
Wir beobachten die Landung im Segelflugzeug und landen ordnungsgemäss kurz nach Manfred auf der "richtigen" 18.

 Erst jetzt erfahre ich, dass es nicht nur ein Flugtag ist,
 sondern auch noch ein Oldtimer - Treffen für Autos und Motorräder.
 Wir gehen durch die Reihen und erfreuen uns
 an den vielen schön erhaltenen Fahrzeugen.
 Um 11:00 Uhr Ortszeit wird eine Sternfahrt mit den Oldtimern durchgeführt.
 
 Nachdem wir einen Fotografen kennengelernt haben,
 der gerne einen Segelflug mitmachen wollte,
 meint Manfred, ich solle mit ihm einen Rundflug machen.
 Gesagt, getan – wir starten im F - Schlepp
 mit einem anschliessenden Landeanflug und Durchstarten,
 um den Zuschauern etwas zu bieten.
 Nach dem Ausklinken in 350m können wir schnell Höhe ersteigen
 und einen Flug von 1:15 Stunden geniessen.
 Der „Copilot“ ist begeistert und konnte viele Bilder schiessen.

Nach Abstimmung mit einer „Antonov 2“ lande ich kurz vor ihr.
Zum Glück haben wir ja oft genug geübt, mit dem Segelflugzeug aus der Bahn zu rollen,
damit die „Antonov 2“ ungehindert landen kann.

Nach der Landung gönnen wir uns noch einen Kaffee und bereiten unseren Heimflug vor.
Vor unserem Start gingen 3 Jak in die Luft,
um eine Kunstflugvorführung zu zeigen.
Beeindruckend, wenn drei solche Maschinen gleichzeitig mit einem „irren Sound“ starten.

Nach dieser Vorführung, schleppt uns Manfred mit der G109
und wir machen nach dem Start nochmals einen "Vorbeischlepp".
Durch das „Sinken“ vor dem Überflug wird später die OLC - Software
dies als „ausgeklinkt“ definieren
und eine Schnittgeschwindigkeit von 72 km/h errechnen.
Wir fliegen im F - Schlepp bis Höhe Mannheim und klinken in einem 2m - Bart aus.
Nach einem Hinweis via E - Mail an den OLC,
dass dies so der Fall war, wurde der Flug berichtigt und ergab letztendlich eine Schnittgeschwindigkeit von 65 km/h.

Bei dem Wetter sollten wir auch mit einem Oldtimer den Heimweg schaffen.
Nicht jeder konnte das an diesem Tag behaupten, was nebenstehendes Bild zeigt.

Die Schlepperei mit dem Korff - Turbo - Grob war sehr angenehm.
Manfred schleppte gemütlich im „Öko-Gang“ mit 100 km/h und MP 25“.

Mit den Überführungflügen von Mainbullau und zurück,
haben wir für die insgesamt 2:30 Motorstunden nur ca. 35 Liter Mogas verbraucht.

Euer Roland