FSC Möve Obernau

Segelflugurlaub März 2005 bei Klaus Ohlmann in Serres, Südfrankreich

 Das sind die Teilnehmer der Reise:
 Manfred, Andrea, Fritz, Dieter, Roland, Thomas
 und Wolfgang.

 9M: Unser TWIN III
 BY: DUO-Diskus vom LVB Bayern

 

 

 

 Am 05.3.05 machte sich Manfred Steffen mit Andrea auf den Weg,
 den LVB - DUO abzuholen und nach Südfrankreich zu ziehen.
 Die Übergabe erfolgte überraschend problemlos
 und die Urlauber konnten sich auf den Weg nach Süden begeben.
 Das Wetter war noch sehr kalt und diverse Schneeschauer
 behinderten die Fahrt

 
Mit einer Übernachtung in der Schweiz konnte Manfred
 und Andrea die Fahrt nach Südfrankreich bewältigen.
 Dort trafen sie sich mit Wolfgang Sehl – Gittas Bruder.
 Außer ein paar Übungsstarts war die 1. Woche,
 auch Wetter bedingt, etwas mau.
 Am 11.3.05 begab sich Dieter Breitenbach
 und Gitta Sehl mit Fritz Ebert, sowie Thomas Voit
 und Roland Glas mit 2 getrennten Fahrzeugen
 und unserem TWIN III auf den Weg nach Serres.
 Roland zog den TWIN „runter“ mit der Abmachung,
 dass Fritz diesen wieder zurückziehen soll.
 Mit 10 Min. Verspätung zum Zeitplan (Abfahrt 6:00 Uhr)
 ging es auf die Strecke. Fritz und Dieter starteten 2 Stunden
 später, da sie in Mannheim noch Sauerstoffflaschen
 mitnehmen wollten.
 Die Fahrt war ruhig und entspannend – schnell konnte man ja nicht
 fahren. Da das Wetter gut war und wir sehr gut vorwärts kamen,
 haben wir uns die geplante Übernachtung gespart und sind,
 zur Überraschung von Manfred, direkt durchgefahren.
 Eine historische Brücke bei Annecy lud zu einem kurzen Verweil ein.
 Da unsere reservierten Zimmer noch nicht frei waren, wir sind ja einen Tag zu früh
 angekommen, bekamen wir von der guten Seele von Serres (Anne - Cécile)
 zwei Zimmer im Gemeinschaftshaus zugeteilt. Am nächsten Tag konnten wir dann
 unsere Unterkunft, nach dem Segelfliegen, beziehen.
 Nun konnten wir bereits
 Samstags in die Luft.
 Aber – es war sehr windig –
 und noch dazu direkt
 aus West – ungewöhnlich
 für die Jahreszeit.
 Nach dem Start mit Manfred
 und Roland im DUO
und
 Fritz und Thomas im TWIN
 
konnten wir dank des
 Westwindes gut Hangflug üben. Am Pic de Bure gelangte Manfred und Roland
 durch den Rotor in das laminare Steigen.
 Da Thomas wegen Übelkeit den Rücksitz mit Dieter getauscht hatte
 (Fritz musste halt nochmals landen) wollte Manfred den TWIN ebenfalls
 in die Höhe begleiten und ist zu diesem abgestiegen.
 Gemeinsam versuchten wir dann erneut im Rotor über den Pic de Bure zu steigen – vergeblich.
 Nach etwa 30 min. im Rotor war uns allen übel und wir gaben auf. Fritz flog direkt zurück zum Platz, während Manfred und Roland
 in Richtung Westen am Col de Cabre doch noch in eine Welle gelangten und bequem einen abendlichen Flug bis südlich
 der „Badewanne“ ohne Sinken absolvierten.
 Der Rückflug gegen Wind machte aus der erreichten Höhe von 2790m kein Problem. Der an diesem Tag höchste Punkt war 3098m.
 Die Flugstrecke betrug 119,9 km. Für den ersten Tag erst mal O.K.
 Der 2. Tag ging bereits über das Durance - Tal nach Osten. Manfred und Dieter sowie Fritz und Roland flogen weitgehend zusammen.
 Es war ein reiner Thermiktag, denn der Wind hatte sich gelegt. Der Start erfolgte um 13:00 Uhr und die Landung um 16:10.
 Die geflogene Strecke betrug 111 km.
 Bei GAP befürchteten wir schon, landen zu müssen. Nach etwa 20 min. relativ tiefem Hangflug in Platznähe von GAP
 schafften wir es mit Hilfe der mittags einsetzenden „Brise“ nochmals Höhe zu machen und unseren Flug fortzusetzen
 Briefing am 3. Tag (14.3.05).
 Roland sprach mit Klaus Ohlmann, dass er auch gerne mal hinter ihm
 einen geführten Flug mitmachen würde. Daraufhin schlug dieser vor,
 mit unserem TWIN das Feld anzuführen.
 Nach kurzer Besprechung unter uns wurde Roland bestimmt, mit Klaus zu fliegen
 (bzw. Klaus mit Roland, denn dieser musste ja vorn sitzen ).
 Natürlich ist Roland nur zum Schluss nochmals an den Knüppel gekommen,
 denn Klaus ließ sich den Knüppel nicht abnehmen.
 Das Ergebnis war ein Flug über 282 Km und 4 Std 52 Min. Flugzeit.
 Klaus hatte seinen Sonnenhut
 vergessen, worauf Fritz sofort
 mit seinem kam und meinte,
 gegen ein Autogramm
 auf der Mütze kannst du
 meinen geliehen bekommen.
 Klaus schaut den Hut an
 und fragt „wo soll ich da unterschreiben“? Antwort von Fritz:
 „Zwischen den Kaffeeflecken“.
 Der Hut wird nicht mehr gewaschen!
 Links
 der Flug
 mit Klaus
 Ohlmann


 Auch Manfred war mit Gitta auf dem DUO unterwegs
 und konnte einen Flug über 273 km zurücklegen. 

 

 

 


 Der nächste
 Tag sollte
 wieder ein
 gemeinsamer Flug mit Thomas und Manfred sowie Fritz und Dieter werden.
 Eine Strecke von 193 km war das Ergebnis. Am weitest entfernten Punkt
 bei „MONT DAUPHIN“ drohte beiden Piloten das Absaufen, aber mit vereinten Kräften und gegenseitiger Unterstützung
 schafften sie es wieder weiter zu kommen und ohne Außenlandung unseren Platz zu erreichen.
 16.3.05: Roland und Thomas, beide das 1. Mal in den Alpen unterwegs, fliegen im Gleitwinkelbereich des Fluplatzes mit dem TWIN.
 Da auch hier Flughöhen von bis zu 3000m erreicht werden, war auch der Pic de Bure ein erreichbares und erreichtes Ziel.
 148 Km können sich auch sehen lassen. Manfred nutzte den Tag mit Wolfgang und Andrea, noch einen Start zu machen.
 Dieter und Fritz wagten es, sich auf den Rücken von reinrassigen Vollblütlern
 zu schwingen und lange Galoppstrecken auf dem Rücken der Pferde
 zurückzulegen.
 17.3.05: Dieter und Thomas
 üben in der Nähe des
 Flugplatzes.
 Fritz und Roland gehen
 mal wieder über das
 Durance - Tal und wagen
 einen Flug mit dem DUO
 ohne Führung von Manfred.
 Das Ergebnis sind 226 km
 Flugstrecke. Wie man sieht,
 war uns auch bei diesem Flug
 das Wetter wohl gesonnen und
 kaum ein Wölkchen am Himmel. Natürlich ist es in der Blauthermik etwas erschwert
 zu fliegen, aber die Berge sind ein sicherer Wegweiser, wo die Thermik steht.
 Aber – nicht jede Bergwand bringt einen Aufwind!
 18.3.05: Kein guter Tag. Roland und Dieter saufen nach dem Start gleich wieder ab.
 Roland versucht es ein 2. Mal alleine und säuft nochmals ab.
 Nachdem auch Manfred und Thomas mit dem DUO absaufen, entschließen wir uns den Rest des Tages zu neutralisieren.
 19.3.05: Wir müssen den DUO abgeben. Gemäß Absprache mit dem Nachfolger
 sollen wir den DUO nach Vinon fliegen und dort übergeben.
 Das Wetter ist aber gar nicht viel versprechend. Fritz und Dieter versuchen es
 mit dem DUO. Thomas und Manfred begleiten sie mit dem TWIN.
 Geplant ist ein Flug mit beiden Fliegern nach Vinon.
 Roland folgt mit dem Anhänger für den TWIN und holt die Manschaft in Vinon ab.
 Der Anhänger des DUO´s wurde bereits in Serres übergeben
 und wurde leer nach Vinon gezogen.
 Bedingt durch die etwas
 schwache Thermik muss
 Manfred mit Thomas
 in St. Auban landen,
 während Fritz und Dieter
 mit letzter Kraft den Flugplatz
 Vinon erreichen. Roland kommt
 nach einigem Suchen am Flugplatz Stauban (St. Auban) an. Der TWIN wird
 eingeräumt und wir lassen den Anhänger stehen. Mit dem PKW fahren wir
 nach Vinon, um Fritz und Dieter abzuholen. Nach Übergabe des DUO machen wir
 uns auf den Rückweg mit einem Zwischenstopp in Les Mées.
 Wir schauten uns den Ort an und gönnten uns am Abend in einer Fritz bekannten
 Gaststätte eine extra große Pizza. Danach holten wir unseren TWIN in Stauban
 ab und fuhren nach Hause. Also – auch ein recht erfolgreicher Tag.
 20.3.05: Der schönste und
 erfolgreichste Tag in unserem Segelflugurlaub. Roland und Manfred flogen
 bis in die Gletscherwelt. Über den Pic de Bure sprangen wir über das Durance - Tal
 bis rüber zum Flugplatz “MONT DAUPHIN”, von wo ab wir uns in Richtung Norden
 hielten. Anfangs etwas schwierig; zeigte sich der Tag von seiner besten Seite.
 Zwar wieder nur Blauthermik, aber trotzdem ohne größere Probleme zu fliegen.
 Nachdem wir am Gletscher waren, diesen auch recht tief überflogen,
 ging es wieder nach Süden. Über den Cole de Vars gelangten wir
 in das Ubaye - Tal. Mit einem kleinen Abstecher an den Parcure
 und mit etwas Hilfe der nachmittags einsetzenden Brise gelangten wir wieder
 nach Hause. An diesem Abend war Manfred sichtlich gut gelaunt.

 21.3.05: Thomas und Manfred hielten sich mit dem TWIN in der näheren Umgebung
 auf. Größere Strecken ließ das Wetter leider nicht zu.
 22.3.05: Der Tag wird wegen Schlechtwetter neutralisiert.
 
 23.3.05: Unser letzter Flugtag.
 Dieter und Manfred schaffen es in die Welle
 und fliegen den in diesem Urlaub höchsten Flug von 3671 m.
 Anfänglich versuchen sie es an dem im Norden gelegenen Apótre.
 Da sie sich dort nur mühsam halten konnten, versuchten sie es nach Süden
 – und siehe da – mit einigen Mühen gelang es ihnen tatsächlich,
 eine Welle auszugraben und die Höhe zu ersteigen.
 Dieter war nach diesem Flug begeistert.
 Wenn auch die Flugstrecke mit 104 km nicht gerade weit war,
 war es doch ein erfolgreicher Flug.
 Das waren die Kurzfassungen der Flüge.
 Natürlich wurden auch andere Unternehmungen durchgeführt.
 So z. B. Skifahren am Pic de Bure:

 Oder sollte man Tiefschneetauchen sagen? Nachdem Fritz einen kleinen Sturz hingelegt hatte, kam Thomas an
 und legte sich direkt daneben – aber mit dem Kopf zu erst.
 Zum Glück war hier der (Sulz)Schnee noch tief genug und kein Felsen knapp unter der Schneedecke.
 Ausflug ans Mittelmeer:
 Dieter, Fritz und Roland machen einen Abstecher ans Mittelmeer. Leider kein
 Badewetter und die Badehose ist auch zu Hause geblieben. Wir gehen gepflegt
 essen, schauen den Bocchia - Spielern zu und fuhren wieder zurück.
 Der Tag war nicht besonders erfolgreich, aber die Fahrt war schön!
 Übrigens:
 Unser ausgeliehener DUO wurde im August Opfer des Hochwassers in Reute.
 Hier ein Bild davon. Schade. Der Schlamm ist in alle Ritzen eingedrungen
 und verursachte einen Schaden von ca. 40.000,- €

 
 

 

 

 

 


 Unser Resümee zum Schluss:
 Dieser Urlaub wird uns allen unvergesslich bleiben und jeder möchte ihn nochmals wiederholen..
 Wer mal gerne Urlaub in Südfrankreich machen möchte,
 sprecht doch einfach mal die Kollegen an.
Manche brauchen nur einen kleinen „Anstoß“ um sich überreden zu lassen!

Gruß – Roland Glas